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Ein akuter Asthma-Anfall kann innerhalb weniger Minuten aus einer scheinbar stabilen Situation entstehen — und er ist potenziell lebensbedrohlich. In München sind Pollenflug (Birke, Gräser, Ambrosia), Ozonspitzen im Sommer, Feinstaub im Winter und vor allem das Föhnwetter mit seinen rapiden Luftdruckwechseln typische Trigger, die Asthmabeschwerden auslösen oder verstärken können.
Dieser Ratgeber hilft Ihnen, die Schwere eines Asthma-Anfalls einzuschätzen, die ersten richtigen Schritte zu setzen und zu wissen, wann der Notruf 112, wann ein privatärztlicher Hausbesuch und wann eine reguläre Praxiskontrolle sinnvoll ist. Er orientiert sich an der Nationalen VersorgungsLeitlinie Asthma und den GINA-Empfehlungen.
Ein Asthma-Anfall ist kein Grund zur Panik — aber auch kein Grund zum Zögern. Patienten mit gut eingestelltem Asthma und verfügbarem Notfallspray (Reliever) können viele leichte und mittelschwere Anfälle selbst kontrollieren; bei Zeichen eines schweren Anfalls zählt jede Minute.
Typische Zeichen eines Asthma-Anfalls
Leichter Anfall
Pfeifende Atmung (Giemen), besonders beim Ausatmen
Leichte Kurzatmigkeit, Patient kann Sätze noch beenden
Hustenreiz, Engegefühl in der Brust
Peak-Flow über 80 % des persönlichen Bestwerts
Sauerstoffsättigung über 95 %
Mittelschwerer Anfall
Deutliche Atemnot, Patient spricht in Teilsätzen
Atemfrequenz 20–25/min
Hörbares Giemen, teils auch beim Einatmen
Peak-Flow 50–80 % des Bestwerts
Sauerstoffsättigung 92–95 %
Einsatz der Atemhilfsmuskulatur
Schwerer, lebensbedrohlicher Anfall
Patient kann nur einzelne Wörter sprechen, Sitzhaltung (Kutschersitz)
Atemfrequenz über 25/min, Puls über 110/min
Peak-Flow unter 50 % des Bestwerts
Sauerstoffsättigung unter 92 %
Zyanose (bläuliche Lippen, Fingernägel)
Stille Lunge — das Pfeifen verschwindet, weil die Atmung kaum mehr vorhanden ist (akute Gefahr!)
Erschöpfung, Bewusstseinsstörung, paradoxe Atmung
Sofort 112 anrufen bei:
Keiner Besserung nach 3 Hüben Notfallspray innerhalb von 15 Minuten
Unfähigkeit, Sätze zu sprechen
Stille Lunge oder deutlich nachlassendes Giemen bei weiterhin schwerer Atemnot
Bläuliche Lippen oder Fingernägel (Zyanose)
Sauerstoffsättigung unter 92 % (wenn messbar)
Bewusstseinseintrübung, Verwirrtheit, Erschöpfung
Kleinen Kindern mit Einziehungen zwischen den Rippen, Nasenflügelatmung
Wann sollte ich einen Arzt rufen?
Sofort 112 (Rettungsdienst)
Bei jedem schweren Anfall und immer dann, wenn der Notfallspray nicht innerhalb von Minuten wirkt. Im Münchner Rettungsdienst sind die Notärzte mit Verneblern, Sauerstoff und intravenösem Zugang ausgestattet und können auf dem Weg in eine Klinik bereits behandeln.
Privatärztlicher Hausbesuch sinnvoll bei
Leichtem bis mittelschwerem Anfall, der auf Notfallspray teilweise anspricht und eine ärztliche Einordnung erfordert
Akutes Aufflackern eines bekannten Asthmas ohne Zugang zum eigenen Pneumologen (z. B. Reise, Wochenende)
Kontrolle nach Klinikentlassung
Infektbedingter Verschlechterung bei bekanntem Asthma
Kindern mit Obstruktion nach Infekt, bei denen die Eltern Unterstützung brauchen, aber keine akute Lebensgefahr erkennbar ist — der Kinderarzt-Hausbesuch in München kann hier mit Vernebler und Pulsoxymeter direkt vor Ort helfen, ohne den Stress einer Klinikfahrt
Reguläre Kontrolle beim Pneumologen/Hausarzt
Dauerhafte schlechte Asthmakontrolle
Anpassung der Dauertherapie (ICS, LABA, Biologika)
Spirometrie-Kontrollen, Allergiediagnostik
Was der Arzt beim Hausbesuch tun kann
Bei nicht akut lebensbedrohlichen Asthmabeschwerden bietet ein privatärztlicher Hausbesuch in München schnelle Hilfe vor Ort — ohne Anfahrt zur Praxis und ohne Wartezeit. Mögliche Leistungen:
Körperliche Untersuchung mit Lungenauskultation, Atemmuster, Einsatz der Atemhilfsmuskulatur
Vitalparameter: Atem- und Herzfrequenz, Blutdruck, Sauerstoffsättigung (Pulsoxymetrie)
Peak-Flow-Messung zur Objektivierung der Einschränkung
Inhalation mit einem Salbutamol-Vernebler (ggf. mit Ipratropiumbromid) über Masken- oder Mundstückvernebler
Systemisches Glukokortikoid (Prednisolon oral 40–50 mg oder intramuskulär) in standardisierter Dosis
Sauerstoffgabe bei Hypoxämie
Schulung zum korrekten Einsatz des Inhalationssystems und des Notfallsprays
Privatrezept für Dauer- und Notfallmedikation, Ausstellung einer Krankmeldung
Schriftliche Empfehlung zum weiteren Vorgehen (Hausarzt, Pneumologe, Klinik)
Bei Verschlechterung: Veranlassung der Klinikeinweisung mit Voranmeldung (Klinikum Grosshadern, Klinikum Bogenhausen, Asklepios-Fachklinik Gauting)
Nicht Teil eines Hausbesuchs: Spirometrie mit Reversibilitätstest, FeNO-Messung, Allergologische Stufentherapie, Biologika-Verordnung — diese gehören in die pneumologische Praxis.
Jeden Anfall protokollieren (Schweregrad, Auslöser, Reaktion auf Spray) — wichtige Information für den Arzt
Bei Kindern: Ruhe bewahren, Kind aufrechts setzen, auf Atemmuster achten (Nasenflügelatmung, Einziehungen)
Niemals mehr als 10 Hübe innerhalb kurzer Zeit ohne ärztliche Anleitung
Warum ein Hausbesuch — und warum manchmal nicht?
Asthma ist gut behandelbar, aber die akute Versorgung ist in Deutschland fragmentiert: Niedergelassene Pneumologen haben meist Wartezeiten von Wochen, in der Notaufnahme wird nach Priorität triagiert, die 116117-Bereitschaft schickt je nach Auslastung Ärzte mit begrenzter pneumologischer Ausstattung. Ein privatärztlicher Hausbesuch kann in dieser Lücke viele leichte bis mittelschwere Anfälle kompetent bewältigen:
Pro Hausbesuch: Schnelle Anfahrt, Inhalation direkt vor Ort, ungestörte Umgebung, keine Infektionsrisiken im Wartezimmer, sofortige Krankmeldung und Rezept, Einordnung durch einen Arzt in einer emotional aufgeregten Situation.
Gegen Hausbesuch — 112 ist besser bei: Schweren Anfällen mit Sauerstoffsättigung unter 92 %, Bewusstseinsstörung, stille Lunge, Status asthmaticus. Hier ist der Rettungswagen mit Intubationsbereitschaft die sichere Wahl.
Teleklinik stösst an Grenzen: Ohne Auskultation, Pulsoxymetrie und Peak-Flow ist die ärztliche Einschätzung über das Video nur eingeschränkt möglich. Für Kontrollen der Dauertherapie oder Wiederholungsrezepte genügt sie, für den akuten Anfall nicht.
Besonderer Hinweis: Viele Münchner Asthmapatienten berichten, dass sie bei Föhnlagen gezielt einen Hausbesuch anfordern, um nicht zusätzlich zum Trigger noch den Stress der Fahrt zur Notaufnahme zu haben.
Häufig gestellte Fragen
Wann ist ein Asthma-Anfall lebensbedrohlich?
Ein schwerer Asthma-Anfall liegt vor bei Unfähigkeit, Sätze zu beenden, Atemfrequenz über 25/min, Pulsfrequenz über 110/min, Sauerstoffsättigung unter 92 % oder Peak-Flow unter 50 % des persönlichen Bestwerts. Stille Lunge (kein Pfeifen mehr), Bewusstseinseintrübung, Blaufärbung der Lippen oder Atemerschöpfung sind Zeichen eines lebensbedrohlichen Anfalls — sofort 112.
Was tue ich bei einem akuten Asthma-Anfall?
Setzen Sie sich aufrecht hin, stützen Sie die Arme auf (Kutschersitz), atmen Sie durch die Lippenbremse aus. Nutzen Sie sofort Ihren Notfall-Spray (kurzwirksames Beta-2-Mimetikum wie Salbutamol) — 2 bis 4 Hübe, bei Bedarf nach 10 Minuten wiederholen. Bleibt die Besserung aus oder verschlechtern sich die Symptome, sofort 112 rufen.
Was kann der Arzt beim Hausbesuch bei Asthma tun?
Ein Privatarzt misst Atemfrequenz, Herzfrequenz, Sauerstoffsättigung und Peak-Flow, auskultiert die Lunge, führt eine Verneblung mit Salbutamol und ggf. Ipratropiumbromid durch, verabreicht systemisches Cortison (oral oder intramuskulär) und bei Hypoxämie Sauerstoff. Er entscheidet über ambulante Weiterbehandlung oder Klinikeinweisung und stellt Befundbericht und Privatrezept aus.
Ist Föhn in München ein Asthma-Trigger?
Ja — der Föhn bringt warme, trockene Luft und rapide Luftdruckschwankungen. Viele Asthmapatienten berichten über eine Verschlechterung ihrer Beschwerden bei Föhnwetter. Auch Pollenflug, Ozonspitzen im Sommer und Feinstaub im Winter sind in München relevante Trigger. In der Pollensaison (Februar bis September) lohnt sich der Blick auf den Münchner Pollenflugkalender des Deutschen Wetterdienstes.
Was kostet ein privatärztlicher Hausbesuch bei Asthma in München?
Die Abrechnung erfolgt nach GOÄ, ab 180 € je nach Tageszeit, Wochentag und Leistungen wie Inhalation, Cortisoninjektion oder Sauerstoffmessung. PKV und Beihilfe erstatten den Hausbesuch häufig, je nach Tarif — der Service ist eine Privatleistung.
Wann muss ich mit einem Asthma-Anfall in die Klinik?
Bei keiner Besserung nach 3 Hüben Notfallspray innerhalb von 15 Minuten, Sauerstoffsättigung unter 92 %, Atemfrequenz über 25/min, starker Erschöpfung, blauen Lippen oder Bewusstseinsstörung. München hat pneumologische Schwerpunktkliniken am Klinikum Grosshadern (LMU), am Klinikum Bogenhausen und an der Asklepios-Fachklinik Gauting für die Weiterversorgung.
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Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei schwerer Atemnot, Zyanose, Bewusstseinsstörung oder Erschöpfung rufen Sie sofort die 112. Die Basistherapie des Asthmas gehört in die Hand des Hausarztes oder Pneumologen — bei jedem schweren Anfall nach Ursachen und Therapieanpassung suchen.
Redaktion: DoktorAkut. Zuletzt aktualisiert: April 2026.
Quellen: Nationale VersorgungsLeitlinie Asthma (NVL, BÄK/AWMF 2020), Global Initiative for Asthma (GINA 2024), Deutsche Gesellschaft für Pneumologie (DGP), AWMF-Leitlinie „Akut- und Dauerbehandlung des Asthma bronchiale" (020-009), Deutsche Atemwegsliga.
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