Symptome einer PollenallergieSymptoms einer Pollenallergie
Heuschnupfen (allergische Rhinitis) betrifft in Deutschland rund 15 Prozent der Erwachsenen — in München mit seiner Lage am Alpenrand und den weitläufigen Grünflächen wie dem Englischen Garten und den Isar-Auen gehört er zu den häufigsten Beschwerden im Frühjahr und Sommer.Heuschnupfen (allergische Rhinitis) betrifft in Deutschland rund 15 Prozent der Erwachsenen — in München mit seiner Lage am Alpenrand und den weitläufigen Grünflächen wie dem Englischen Garten und den Isar-Auen gehört er zu den häufigsten Beschwerden im Frühjahr und Sommer.
Typische Symptome einer Pollenallergie sind:Typische Symptome einer Pollenallergie sind:
- Laufende oder verstopfte NaseLaufende oder verstopfte Nase
- Niesattacken, besonders morgens und im FreienNiesattacken, besonders morgens und im Freien
- Juckende, tränende und gerötete AugenJuckende, tränende und gerötete Augen
- Juckreiz in Nase, Gaumen und RachenJuckreiz in Nase, Gaumen und Rachen
- Müdigkeit und AbgeschlagenheitMüdigkeit und Abgeschlagenheit
- Bei schwerem Verlauf: Husten, Atemnot, pfeifende Atemgeräusche (allergisches Asthma)Bei schwerem Verlauf: Husten, Atemnot, pfeifende Atemgeräusche (allergisches Asthma)
Pollenflug in MünchenPollen count in München
München hat aufgrund seiner geographischen Lage eine besonders intensive Pollensaison. Die wichtigsten Pollenarten und ihre Hauptflugzeiten:München hat aufgrund seiner geographischen Lage eine besonders intensive Pollensaison. Die wichtigsten Pollenarten und ihre Hauptflugzeiten:
- Hasel und Erle: Februar bis März — oft schon im Januar bei mildem WinterHasel und Erle: Februar bis März — oft schon im Januar bei mildem Winter
- Birke: April bis Mai — stärkster Allergieauslöser in MünchenBirke: April bis Mai — stärkster Allergieauslöser in München
- Gräser: Mai bis Juli — die längste und intensivste BelastungsphaseGräser: Mai bis Juli — die längste und intensivste Belastungsphase
- Roggen: Mai bis JuniRoggen: Mai bis Juni
- Beifuß: Juli bis AugustBeifuß: Juli bis August
- Ambrosia: August bis September — zunehmend auch in BayernAmbrosia: August bis September — zunehmend auch in Bayern
Besonders entlang der Isar, im Englischen Garten, im Nymphenburger Schlosspark und an den Münchner Stadtrandbereichen ist die Pollenkonzentration hoch. An trockenen, windigen Tagen steigt die Belastung deutlich an.Besonders entlang der Isar, im Englischen Garten, im Nymphenburger Schlosspark und an den Münchner Stadtrandbereichen ist die Pollenkonzentration hoch. An trockenen, windigen Tagen steigt die Belastung deutlich an.
Pollenflug-Tipp
In der Stadt ist die Pollenkonzentration abends höher, auf dem Land morgens. Lüften Sie in München am besten zwischen 6 und 8 Uhr morgens. Waschen Sie abends die Haare, um Pollen aus dem Schlafbereich fernzuhalten. Pollenschutzgitter an Fenstern können die Belastung in der Wohnung um bis zu 80 Prozent reduzieren.In der Stadt ist die Pollenkonzentration abends höher, auf dem Land morgens. Lüften Sie in München am besten zwischen 6 und 8 Uhr morgens. Waschen Sie abends die Haare, um Pollen aus dem Schlafbereich fernzuhalten. Pollenschutzgitter an Fenstern können die Belastung in der Wohnung um bis zu 80 Prozent reduzieren.
KreuzallergienKreuzallergien
Viele Pollenallergiker reagieren auch auf bestimmte Nahrungsmittel, deren Proteinstruktur den Pollen ähnelt. Diese sogenannten Kreuzallergien sind weit verbreitet:Viele Pollenallergiker reagieren auch auf bestimmte Nahrungsmittel, deren Proteinstruktur den Pollen ähnelt. Diese sogenannten Kreuzallergien sind weit verbreitet:
- Birkenpollenallergie: Reaktionen auf rohe Äpfel, Kirschen, Pfirsiche, Haselnüsse, Mandeln, Sellerie und KarottenBirkenpollenallergie: Reaktionen auf rohe Äpfel, Kirschen, Pfirsiche, Haselnüsse, Mandeln, Sellerie und Karotten
- Gräserpollenallergie: Reaktionen auf Tomaten, Erdnüsse, rohen Weizen und SojaGräserpollenallergie: Reaktionen auf Tomaten, Erdnüsse, rohen Weizen und Soja
- Beifußallergie: Reaktionen auf Sellerie, Karotten, Gewürze (Anis, Kümmel), SonnenblumenkerneBeifußallergie: Reaktionen auf Sellerie, Karotten, Gewürze (Anis, Kümmel), Sonnenblumenkerne
Die Symptome reichen von Kribbeln und Jucken im Mund über Schwellungen der Lippen bis hin zu Magen-Darm-Beschwerden. In den meisten Fällen werden die auslösenden Lebensmittel in gekochtem Zustand vertragen.Die Symptome reichen von Kribbeln und Jucken im Mund über Schwellungen der Lippen bis hin zu Magen-Darm-Beschwerden. In den meisten Fällen werden die auslösenden Lebensmittel in gekochtem Zustand vertragen.
Erste Maßnahmen bei HeuschnupfenFirst Aid Measures bei Heuschnupfen
Bei bekannter Pollenallergie helfen diese Maßnahmen, die Beschwerden zu lindern:Bei bekannter Pollenallergie helfen diese Maßnahmen, die Beschwerden zu lindern:
- Antihistaminika (z. B. Cetirizin, Loratadin) — rezeptfrei in der Apotheke, lindern Niesen und JuckreizAntihistaminika (z. B. Cetirizin, Loratadin) — rezeptfrei in der Apotheke, lindern Niesen und Juckreiz
- Nasenspray mit Cortison (z. B. Mometason) — bei täglicher Anwendung die wirksamste Behandlung gegen verstopfte NaseNasenspray mit Cortison (z. B. Mometason) — bei täglicher Anwendung die wirksamste Behandlung gegen verstopfte Nase
- Antiallergische Augentropfen (z. B. Azelastin) gegen juckende, tränende AugenAntiallergische Augentropfen (z. B. Azelastin) gegen juckende, tränende Augen
- Nasenduschen mit Kochsalzlösung spülen Pollen aus der NaseNasenduschen mit Kochsalzlösung spülen Pollen aus der Nase
- Pollenschutzgitter an Fenstern anbringenPollenschutzgitter an Fenstern anbringen
- Sonnenbrille im Freien tragen — schützt die Augen vor PollenflugSonnenbrille im Freien tragen — schützt die Augen vor Pollenflug
- Kleidung nach dem Aufenthalt im Freien wechseln und nicht im Schlafzimmer lagernKleidung nach dem Aufenthalt im Freien wechseln und nicht im Schlafzimmer lagern
Notruf 112 wählen bei:
Anaphylaxie — eine lebensbedrohliche allergische Reaktion. Warnsignale: plötzliche Atemnot oder Engegefühl im Hals, Schwellung von Gesicht, Lippen oder Rachen, Kreislaufkollaps, Schwindel mit Blutdruckabfall, Herzrasen, Übelkeit. Bei bekannter Anaphylaxie-Gefährdung sofort den Adrenalin-Autoinjektor anwenden und dann 112 rufen.Anaphylaxie — eine lebensbedrohliche allergische Reaktion. Warnsignale: plötzliche Atemnot oder Engegefühl im Hals, Schwellung von Gesicht, Lippen oder Rachen, Kreislaufkollaps, Schwindel mit Blutdruckabfall, Herzrasen, Übelkeit. Bei bekannter Anaphylaxie-Gefährdung sofort den Adrenalin-Autoinjektor anwenden und dann 112 rufen.
Wann zum Arzt?When to See a Doctor?
Eine ärztliche Vorstellung ist empfehlenswert, wenn:Eine ärztliche Vorstellung ist empfehlenswert, wenn:
- Rezeptfreie Antihistaminika nicht ausreichend wirkenRezeptfreie Antihistaminika nicht ausreichend wirken
- Die Beschwerden den Alltag, den Schlaf oder die Arbeitsfähigkeit stark einschränkenDie Beschwerden den Alltag, den Schlaf oder die Arbeitsfähigkeit stark einschränken
- Erstmals allergische Symptome auftreten und die Ursache unklar istErstmals allergische Symptome auftreten und die Ursache unklar ist
- Atembeschwerden, Husten oder pfeifende Geräusche hinzukommen — Verdacht auf allergisches AsthmaAtembeschwerden, Husten oder pfeifende Geräusche hinzukommen — Verdacht auf allergisches Asthma
- Die Beschwerden ganzjährig bestehen (Hausstaubmilben, Tierhaare)Die Beschwerden ganzjährig bestehen (Hausstaubmilben, Tierhaare)
- Sie eine Hyposensibilisierung in Betracht ziehenSie eine Hyposensibilisierung in Betracht ziehen
Was der Arzt tutWas der Physician tut
Bei einem Hausbesuch durch DoktorAkut kann eine ausführliche Allergieanamnese erhoben und die aktuelle Symptomatik beurteilt werden. Der Arzt kann verschreibungspflichtige Medikamente verordnen, die wirksamer sind als frei verkäufliche Präparate — etwa stärkere Antihistaminika, Cortison-Nasensprays oder bei schwerem Verlauf eine kurzfristige systemische Cortisonbehandlung.Bei einem Hausbesuch durch DoktorAkut kann eine ausführliche Allergieanamnese erhoben und die aktuelle Symptomatik beurteilt werden. Der Arzt kann verschreibungspflichtige Medikamente verordnen, die wirksamer sind als frei verkäufliche Präparate — etwa stärkere Antihistaminika, Cortison-Nasensprays oder bei schwerem Verlauf eine kurzfristige systemische Cortisonbehandlung.
Bei Verdacht auf allergisches Asthma kann eine Lungenfunktionsmessung veranlasst werden. Für eine gezielte Allergiediagnostik (Prick-Test, Blutuntersuchung auf spezifische IgE-Antikörper) überweist der Arzt an einen Allergologen.Bei Verdacht auf allergisches Asthma kann eine Lungenfunktionsmessung veranlasst werden. Für eine gezielte Allergiediagnostik (Prick-Test, Blutuntersuchung auf spezifische IgE-Antikörper) überweist der Arzt an einen Allergologen.
Langfristig ist eine Hyposensibilisierung (spezifische Immuntherapie) die einzige Behandlung, die die Ursache der Allergie angeht. Sie dauert 3 bis 5 Jahre, kann aber die Beschwerden dauerhaft deutlich reduzieren und das Risiko für allergisches Asthma senken.Langfristig ist eine Hyposensibilisierung (spezifische Immuntherapie) die einzige Behandlung, die die Ursache der Allergie angeht. Sie dauert 3 bis 5 Jahre, kann aber die Beschwerden dauerhaft deutlich reduzieren und das Risiko für allergisches Asthma senken.
VorbeugungPrevention
- Pollenflugvorhersage täglich prüfen — bei starkem Flug Aufenthalt im Freien reduzierenPollenflugvorhersage täglich prüfen — bei starkem Flug Aufenthalt im Freien reduzieren
- Sport im Freien bei geringer Pollenbelastung planen (nach Regen, früher Morgen in der Stadt)Sport im Freien bei geringer Pollenbelastung planen (nach Regen, früher Morgen in der Stadt)
- Regelmäßiges Staubsaugen mit HEPA-FilterRegelmäßiges Staubsaugen mit HEPA-Filter
- Bettwäsche bei 60 Grad waschen, besonders während der PollensaisonBettwäsche bei 60 Grad waschen, besonders während der Pollensaison
- Pollenfilter im Auto regelmäßig wechselnPollenfilter im Auto regelmäßig wechseln
- Bei Autofahrten Fenster geschlossen haltenBei Autofahrten Fenster geschlossen halten
- Hyposensibilisierung beginnen — idealerweise im Herbst/Winter, also vor der nächsten PollensaisonHyposensibilisierung beginnen — idealerweise im Herbst/Winter, also vor der nächsten Pollensaison
München und Allergien
Die Kombination aus Alpennähe, ausgedehnten Grünflächen und der Isar-Auen-Landschaft macht München zu einem Hotspot für Pollenallergien. Gleichzeitig begünstigt der Klimawandel eine längere Pollensaison und die Ausbreitung neuer Allergiepflanzen wie Ambrosia. Allergologen in München beobachten seit Jahren eine Zunahme von Neudiagnosen — auch bei Erwachsenen, die zuvor nie betroffen waren.Die Kombination aus Alpennähe, ausgedehnten Grünflächen und der Isar-Auen-Landschaft macht München zu einem Hotspot für Pollenallergien. Gleichzeitig begünstigt der Klimawandel eine längere Pollensaison und die Ausbreitung neuer Allergiepflanzen wie Ambrosia. Allergologen in München beobachten seit Jahren eine Zunahme von Neudiagnosen — auch bei Erwachsenen, die zuvor nie betroffen waren.
Quellen: Deutsche Gesellschaft für Allergologie (DGAKI), AWMF-Leitlinie Allergische Rhinokonjunktivitis, Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst.Sources: German Society for Allergology (DGAKI), AWMF Guidelines Allergic Rhinoconjunctivitis, German Pollen Information Service.