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In Deutschland leben über acht Millionen Menschen mit Diabetes mellitus. Etwa jeder zweite davon erlebt pro Jahr mindestens eine Blutzuckerentgleisung, die über das normale Alltagsgeschehen hinausgeht. In München — mit seiner grossen Rentner- und Touristenpopulation, langen Fusswegen (Englischer Garten, Marienplatz-Altstadt), Wiesn und anderen Festen mit unregelmässigen Mahlzeiten — sind akute Entgleisungen besonders häufig.
Ob Typ-1- oder Typ-2-Diabetes: Sowohl eine schwere Unterzuckerung (Hypoglykämie) als auch eine entgleiste Überzuckerung (Hyperglykämie mit Ketoazidose oder hyperosmolarem Syndrom) sind medizinische Notfälle. Dieser Ratgeber hilft Ihnen, die Situation richtig einzuordnen, Sofortmassnahmen zu treffen und die passende Versorgungsstufe zu wählen.
Wichtig: Dieser Text ersetzt weder die strukturierte Diabetesschulung noch die regelmässigen Termine beim Diabetologen oder Hausarzt. Er hilft aber dabei, akute Warnzeichen einzuordnen und zu wissen, wann 112, wann privatärztlicher Hausbesuch und wann reguläre Versorgung sinnvoll sind.
Typische Zeichen — so unterscheiden Sie Hypo und Hyper
Unterzuckerung (Hypoglykämie, Blutzucker < 70 mg/dl bzw. < 3,9 mmol/l)
Plötzlich auftretende Symptome — oft innerhalb von Minuten
Wiederholte leichte Hypoglykämien ohne erkennbaren Grund — Anpassung der Therapie nötig
Anhaltend erhöhte Werte (200–350 mg/dl) ohne Ketoazidose-Zeichen
Neu diagnostizierter Diabetes mit unklaren Symptomen (Abklärung, Initialberatung)
Infektanfälligkeit mit Blutzuckerschwankungen bei bettlägerigen Patienten
Kontrolltermin nach Klinikentlassung zu Hause
Kurzfristige Einschätzung bei Reisenden oder Touristen in München ohne Diabetologen vor Ort
Regulärer Termin beim Diabetologen/Hausarzt
HbA1c-Kontrollen, jährliche Kontrolle von Nieren, Augen, Füssen
Anpassung der Langzeittherapie
Schulungen, Ernährungsberatung
Was der Arzt beim Hausbesuch tun kann
Ein privatärztlicher Hausbesuch ist bei stabiler Blutzuckerentgleisung, bei wiederkehrenden Hypoglykämien oder bei diabetologischen Fragestellungen eine sinnvolle Versorgungsstufe — vor allem, wenn der Transport in die Praxis oder Klinik belastend wäre. Folgende Leistungen sind möglich:
Kapilläre Blutzuckerbestimmung sofort vor Ort
Beurteilung von Bewusstseinslage, Hydratationszustand und Atmung
Kapillärer Ketonkörper-Test (β-Hydroxybutyrat) in ausgewählten Situationen
Blutdruck-, Puls- und Sauerstoffsättigungsmessung
Beurteilung der Injektionsstellen, Insulin-Pumpe oder Sensor
Intravenöse Glukose-Gabe bei schwerer Hypoglykämie ohne orale Aufnahmefähigkeit (G40, G20)
Flüssigkeitssubstitution (NaCl 0,9 %) bei leichter Dehydration
Anpassung der Insulin- oder Tablettentherapie im Gespräch, individuelle Dosisempfehlung
Privatrezept für Traubenzucker, Glukagon-Notfallset, Teststreifen
Entscheidung über Klinikeinweisung mit Voranmeldung (z. B. Klinikum LMU, Klinikum Schwabing, Helmholtz)
Befundbericht für den Diabetologen und Hausarzt
Nicht möglich beim Hausbesuch: HbA1c-Labormessung, C-Peptid-Bestimmung oder Insulinpumpen-Neuanpassung — dafür bleibt der Diabetologe die richtige Adresse.
Selbsthilfe vor dem Arztbesuch
Bei Hypoglykämie (Blutzucker < 70 mg/dl)
15–20 g schnelle Kohlenhydrate einnehmen (4–5 Traubenzuckerplättchen, 100 ml Fruchtsaft, 2 TL Honig)
15 Minuten warten, erneut messen — bei anhaltend niedrigen Werten wiederholen („15-15-Regel")
Nach Stabilisierung langsame Kohlenhydrate essen (Vollkornbrot, Banane) — Rebound vermeiden
Ursachensuche: zu viel Insulin, zu wenig gegessen, ungewohnte Bewegung, Alkohol?
Bei Bewusstseinsstörung: Glukagon-Notfallspray (Nasenspray) oder i.m.-Injektion durch geschulten Angehörigen — danach 112
Bei Hyperglykämie (Blutzucker > 250 mg/dl)
Viel Wasser oder ungesüssten Tee trinken (2–3 Liter über einige Stunden)
Bei Typ-1-Diabetes: Ketonkörper im Urin oder Blut messen
Korrekturinsulin nach individuellem Schema — im Zweifel Rücksprache mit Diabetologe
Körperliche Schonung — kein Sport bei hohen Werten mit Ketonen
Ursachen prüfen: Infekt, Stress, zu wenig Insulin, zu kohlenhydratreiche Mahlzeit, defekter Pen oder Pumpenschlauch?
Bei Ketonen im mittleren oder hohen Bereich und Übelkeit: sofort 112
Warum ein Hausbesuch — und warum manchmal nicht?
Die Versorgungslandschaft für Diabetiker in München ist gut, aber fragmentiert: Hausärzte, Diabetologen, Schwerpunktpraxen (z. B. rund um den Gärtnerplatz oder in Bogenhausen), Diabeteszentrum Innenstadt (LMU) und Spezialambulanzen arbeiten oft parallel, aber nicht immer koordiniert. Der Hausbesuch schliesst eine Lücke:
Stabile Entgleisung, aber Handlungsbedarf: Der Arzt kann die Therapie vor Ort anpassen, ohne dass der Patient im Wartezimmer sitzt.
Bettlägerige oder mobilitätseingeschränkte Patienten: Alten- und Pflegeheime haben selten einen Diabetologen vor Ort — der Senioren-Arzt-Hausbesuch in München ist hier oft die einzige Lösung. Diabetes Typ 2 ist gerade bei älteren Patienten häufig — eine ärztliche Begleitung zu Hause vermeidet Stürze und Stress.
Touristen mit Diabetes: Auf dem Oktoberfest, im Hotel oder in der Ferienwohnung braucht es schnelle Hilfe ohne Einweisung in eine fremde Klinik.
Kinder mit Diabetes: Der vertraute Ort beruhigt Kind und Eltern und reduziert Stress — wichtiger Faktor für die Regulation.
Nicht sinnvoll ist der Hausbesuch bei lebensbedrohlichen Entgleisungen (Ketoazidose, hyperosmolares Syndrom, schwere Bewusstseinsstörung). Hier zählt jede Minute, und der Rettungsdienst mit dem TU- oder LMU-Klinikum als Ziel ist die richtige Wahl. Teleklinik und Videosprechstunde können Rückfragen und Dosisempfehlungen liefern, ersetzen aber keine Untersuchung vor Ort — bei unklarer Bewusstseinslage oder Erbrechen ist eine körperliche Untersuchung unverzichtbar.
Häufig gestellte Fragen
Wann ist eine Unterzuckerung lebensbedrohlich?
Eine Hypoglykämie ist lebensbedrohlich, wenn der Patient nicht mehr selbst schlucken kann, bewusstlos wird oder einen Krampfanfall erleidet. Dann sofort 112 rufen und, falls verfügbar, Glukagon (Nasenspray oder Injektion) geben. Wache, kooperative Patienten mit Werten unter 70 mg/dl sollten sofort 15–20 g schnelle Kohlenhydrate einnehmen (Traubenzucker, Saft) und nach 15 Minuten erneut messen.
Woran erkenne ich eine schwere Überzuckerung?
Warnzeichen einer Hyperglykämie sind starker Durst, häufiges Wasserlassen, Müdigkeit, Sehstörungen und Übelkeit. Bei Werten über 250 mg/dl und Erbrechen, Bauchschmerzen, vertieftem Atmen (Kussmaul-Atmung) oder Azetongeruch in der Atemluft besteht Verdacht auf eine diabetische Ketoazidose — ein lebensbedrohlicher Notfall, der sofort ins Krankenhaus gehört.
Was kann der Arzt beim Hausbesuch bei Diabetes tun?
Ein Privatarzt misst den Blutzucker, führt je nach Situation einen kapillären Ketonkörper-Test durch, beurteilt Hydratationszustand und Bewusstsein, kann bei Bedarf Glukose intravenös verabreichen oder die Insulintherapie anpassen. Bei Zeichen einer Ketoazidose oder eines hyperosmolaren Komas veranlasst er sofort die Klinikeinweisung in eine der Münchner Diabeteszentren.
Was tue ich bei Unterzuckerung zuerst?
15–20 g schnell wirkende Kohlenhydrate einnehmen — 4–5 Plättchen Traubenzucker, 100 ml Fruchtsaft oder Cola (keine Light-Produkte) — danach 15 Minuten warten und erneut messen. Bleibt der Wert unter 70 mg/dl, die Gabe wiederholen. Nach dem Anstieg eine langsame Kohlenhydratmahlzeit (Brot, Banane) essen, um einen Rebound zu vermeiden.
Was kostet ein privatärztlicher Hausbesuch bei Diabetes?
Die Abrechnung erfolgt nach GOÄ, ab 180 € je nach Tageszeit, Wochentag und Leistung. Der Service ist eine Privatleistung für PKV, Beihilfe und Selbstzahler — keine Abrechnung über gesetzliche Krankenkassen.
Welche Münchner Kliniken sind auf Diabetes-Notfälle spezialisiert?
Das Klinikum der LMU mit dem Diabeteszentrum Innenstadt, das Helmholtz Zentrum München mit angeschlossenem Institut für Diabetes und das Klinikum Schwabing verfügen über diabetologische Schwerpunkte. Bei schwerer Entgleisung alarmiert der Rettungsdienst (112) direkt die geeignete Klinik.
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Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei Bewusstseinsstörung, Krampfanfall oder Ketoazidose-Verdacht (Übelkeit, Erbrechen, Azetongeruch, Kussmaul-Atmung) rufen Sie sofort die 112. Individuelle Therapieanpassungen nur in Absprache mit dem behandelnden Diabetologen oder Hausarzt.
Redaktion: DoktorAkut. Zuletzt aktualisiert: April 2026.
Quellen: Nationale VersorgungsLeitlinie Typ-2-Diabetes (NVL, BÄK/AWMF 2023), DDG-Praxisempfehlung „Therapie des Typ-1-Diabetes" (Diabetologie und Stoffwechsel 2024), AWMF S3-Leitlinie „Therapie des Typ-1-Diabetes" (057-013), Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG), RKI Gesundheitsmonitoring.
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