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München und das bayerische Umland sind Lebensraum vieler Zecken, und das ganze Bundesland Bayern ist laut Robert Koch-Institut FSME-Risikogebiet. Eine Fahrradtour an der Isar, ein Picknick im Englischen Garten, ein Ausflug ins Fünf-Seen-Land oder eine Wanderung im Münchner Umland — jeder Aufenthalt in der Natur bringt zwischen März und Oktober ein Zeckenbiss-Risiko mit sich, auch bei Kindern und Hunden.
Die gute Nachricht: Die meisten Zeckenbisse bleiben folgenlos. Die relevante Nachricht: Zecken können zwei ernstzunehmende Erkrankungen übertragen — die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME, ein Virus) und die Lyme-Borreliose (ein Bakterium). Für beide gibt es klare Handlungsempfehlungen, wenn Sie wissen, worauf zu achten ist.
Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie eine Zecke korrekt entfernen, wann Sie beobachten und wann ärztliche Hilfe nötig ist. Er orientiert sich an den aktuellen RKI-Empfehlungen und den AWMF-S3-Leitlinien zur Lyme-Borreliose.
Zeckenstich — was passiert im Körper?
Die meisten Zeckenbisse in Bayern stammen vom Gemeinen Holzbock (Ixodes ricinus). Die Zecke verankert sich mit ihren Mundwerkzeugen in der Haut und saugt über mehrere Stunden bis Tage Blut. Korrekt spricht man von einem Zeckenstich, umgangssprachlich meist vom Zeckenbiss.
Zwei mögliche Komplikationen:
FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) — ein Virus, das direkt beim Einstich übertragen werden kann. In Bayern sind je nach Landkreis zwischen 0,1 und 5 Prozent der Zecken infiziert. Eine Übertragung passiert innerhalb weniger Minuten. Etwa 70 bis 95 Prozent der Infektionen bleiben ohne oder mit leichten Symptomen. Der Rest verläuft in zwei Phasen mit Fieber und anschliessender Hirnhaut- oder Hirnentzündung — schwer behandelbar, aber impfvermeidbar.
Lyme-Borreliose — durch das Bakterium Borrelia burgdorferi verursacht. Etwa 20 bis 30 Prozent der Zecken in Bayern tragen das Bakterium. Die Übertragung erfolgt meist nach 12 bis 24 Stunden Saugdauer, weshalb schnelles Entfernen wichtig ist. Das Frühzeichen ist ein Erythema migrans (Wanderröte) an der Einstichstelle. Antibiotika heilen die Frühborreliose zuverlässig.
Korrekte Zeckenentfernung — Schritt für Schritt
Benutzen Sie eine feine Pinzette, Zeckenkarte oder ein Zeckeninstrument (in Münchner Apotheken erhältlich)
Fassen Sie die Zecke möglichst nahe an der Haut — nicht am Körper, sondern am Kopf
Ziehen Sie langsam und gleichmässig gerade nach oben
Nicht drehen, nicht quetschen, nicht reissen
Einstichstelle anschliessend mit Alkohol oder Jod desinfizieren
Datum, Ort und Körperstelle des Bisses notieren — wichtig für die spätere Beobachtung
Hände gründlich waschen
Bleibt ein Rest (der sogenannte „Zeckenkopf"): in der Regel heilt die Haut ihn von selbst aus wie einen Splitter; bei Rötung oder Entzündung ärztlich abklären lassen
Was Sie NICHT tun sollten
Kein Öl, Klebstoff, Nagellack, Alkohol oder Vaseline auf die Zecke geben — sie wird dann gestresst und gibt mehr potenziell infektiösen Speichel ab
Nicht mit den Fingern quetschen — erhöhtes Infektionsrisiko
Nicht mit einem Feuerzeug oder Streichholz „verbrennen"
Die Zecke nach der Entfernung nicht in der Toilette herunterspülen (sie überlebt!) — besser in Klebestreifen einschliessen und in den Müll
Sofort ärztliche Hilfe bei:
Fieber, Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Lichtempfindlichkeit 7 bis 28 Tage nach einem Zeckenbiss (FSME- oder Meningitis-Verdacht — bei starken Zeichen 112)
Wachsender ringförmiger Rötung an der Einstichstelle mit oder ohne zentraler Abblassung (Erythema migrans — Borreliose-Hinweis)
Rhythmusstörungen oder Herzklopfen nach Zeckenstich (Lyme-Karditis)
Gelenkschwellungen, besonders am Knie, nach Zeckenstich (Lyme-Arthritis)
Abgeschlagenheit mit Fieber und Gelenkschmerzen innerhalb von 4 Wochen nach einem Zeckenstich
Wann sollte ich einen Arzt rufen?
Sofort 112 oder Notaufnahme
Hohes Fieber mit Nackensteifigkeit, Bewusstseinseintrübung, starken Kopfschmerzen — Meningitis-Verdacht
Akute Gesichtslähmung
Schwere allergische Reaktion auf den Zeckenstich (Atemnot, Kreislaufschwäche)
Privatärztlicher Hausbesuch oder kurzfristiger Arzttermin
Zecke steckt tief und lässt sich nicht fachgerecht entfernen
Einstichstelle zeigt eine wachsende Rötung innerhalb der letzten 4 Wochen
Grippe-ähnliche Symptome nach einem Zeckenstich
Zeckenstich bei Kleinkindern, Schwangeren oder immungeschwächten Personen
Beratung zur Impfung, zum Vorgehen bei Reisen in Risikogebiete
Unsicherheit nach mehreren Zeckenbissen
Reguläre Kontrolle beim Hausarzt
Planung einer FSME-Grundimmunisierung oder Auffrischung
Serologische Untersuchungen bei Verdacht auf eine späte Borreliose
Regelmässige Kontrollen nach durchgemachter Borreliose
Was der Arzt beim Hausbesuch tun kann
Für Münchner Familien, Touristen oder Menschen, die nach einer Wanderung im Voralpenland mit Beschwerden nach Hause kommen, ist der Hausbesuch eine sinnvolle Lösung:
Fachgerechte Entfernung einer tief sitzenden Zecke mit Pinzette oder Zeckenzange
Desinfektion und Beurteilung der Einstichstelle
Beurteilung auf Anzeichen eines Erythema migrans oder einer anderen Hautreaktion
Ausführliche Aufklärung zu FSME und Borreliose, Beobachtungsschema für die nächsten 4 Wochen
Privatrezept für eine antibiotische Therapie (Doxycyclin 200 mg über 14 Tage oder Amoxicillin/Cefuroxim in Schwangerschaft und bei Kindern) bei klarem Erythema migrans
Veranlassung serologischer Untersuchungen über ein Labor, wenn klinisch sinnvoll
Überweisung an Neurologie oder Infektiologie bei neurologischen Zeichen
Krankmeldung
Aufklärung zur FSME-Impfung als Langzeitschutz
Nicht Teil des Hausbesuchs: die FSME-Impfung selbst. Impfungen sind Privatleistungen, die in der Regel beim Hausarzt, Reisemediziner oder im Gesundheitsamt stattfinden — der Hausbesuchsarzt gibt aber eine Empfehlung und eine Überweisung. Auch keine Akut-Prophylaxe mit Antibiotika nach einem reinen Zeckenstich ohne Symptome — das entspricht nicht den deutschen Leitlinien.
Selbsthilfe und Vorbeugung
Lange helle Kleidung, Socken über die Hose ziehen, geschlossenes Schuhwerk
Insektenschutzmittel (DEET, Icaridin) auf Haut und Kleidung
Nach jeder Wanderung, jedem Picknick im Englischen Garten oder am Starnberger See Haut absuchen — besonders Kniekehlen, Leisten, Achseln, Bauchnabel, Kopfhaut (bei Kindern), hinter den Ohren
Zecken innerhalb der ersten 12 Stunden entfernen — minimiert das Borreliose-Risiko erheblich
FSME-Grundimmunisierung: 3 Impfdosen (0, 1–3 Monate, 5–12 Monate), Auffrischung alle 3 bis 5 Jahre; empfohlen für alle Münchner und Besucher, die sich in der Natur aufhalten
Hunde: Spot-on-Präparate oder Zeckenhalsband, jährliche Borreliose-Impfung möglich (Tierarzt)
Beobachtung der Einstichstelle 4 Wochen lang, ggf. fotografisch dokumentieren
Bei Kindern mit Zeckenbiss: Einstichstelle markieren (z. B. mit wasserfestem Stift), damit Veränderungen auffallen
Warum ein Hausbesuch — und warum manchmal nicht?
Ein Zeckenstich ist in den allermeisten Fällen kein Notfall. Die Entscheidungshilfe:
Für den Hausbesuch spricht: Sie haben nach einem Wochenendausflug im Voralpenland ein Erythema migrans entdeckt, wollen es heute noch abklären und die Antibiotikagabe starten, statt montags drei Tage auf einen Hausarzttermin zu warten. Oder Ihr Kind hat eine tief sitzende Zecke, die Sie nicht selbst entfernen können — ein Kinderarzt-Hausbesuch in München entfernt die Zecke kindgerecht und prüft die Einstichstelle direkt zu Hause.
Gegen den Hausbesuch spricht: Akute neurologische Zeichen (Gesichtslähmung, Meningitis-Zeichen) gehören sofort in eine Münchner Klinik mit neurologischer Fachabteilung an einer Universitätsklinik oder einem kommunalen Maximalversorger.
Teleklinik und 116117: Für Beratungsfragen zur FSME-Impfung oder zur Beobachtung einer Einstichstelle kann eine Videosprechstunde ausreichen. Sobald eine körperliche Untersuchung nötig wird, ist der Hausbesuch die bessere Wahl.
Wichtig: Nach einem Zeckenstich muss nicht jeder sofort zum Arzt. Bleiben Sie nach fachgerechter Entfernung 4 Wochen lang aufmerksam. Erst bei Symptomen ist ärztliche Hilfe sinnvoll. Dafür bieten wir in München nach dem Launch im November 2026 einen unkomplizierten Hausbesuch.
Häufig gestellte Fragen
Wie entferne ich eine Zecke richtig?
Fassen Sie die Zecke möglichst hautnah mit einer feinen Pinzette oder Zeckenkarte und ziehen Sie sie langsam, gleichmässig und gerade heraus — ohne Drehen und ohne Quetschen. Keine Hausmittel wie Öl, Klebstoff oder Nagellack verwenden, weil die Zecke dadurch gestresst wird und mehr potenziell infektiöses Sekret abgeben kann. Anschliessend die Einstichstelle desinfizieren und Datum und Ort notieren.
Ist München FSME-Risikogebiet?
Ganz Bayern gilt laut Robert Koch-Institut als FSME-Risikogebiet, einschliesslich der Landeshauptstadt München und des gesamten Umlands. FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) wird durch Zecken übertragen und kann eine Hirnhautentzündung verursachen. Die STIKO empfiehlt die FSME-Impfung für alle, die sich in Risikogebieten in der Natur aufhalten — also auch für Bewohner und Besucher von München.
Woran erkenne ich eine Borreliose?
Das klassische Frühzeichen ist das Erythema migrans — eine ringförmige Rötung, die sich um die Einstichstelle ausbreitet, typischerweise 3 bis 30 Tage nach dem Biss, mit zentraler Abblassung und mindestens 5 cm Durchmesser. Weitere Zeichen: Grippeähnliche Beschwerden mit Fieber, Gelenk- oder Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Müdigkeit. Bei Verdacht immer ärztlich abklären lassen — eine frühzeitige Antibiotikagabe verhindert Spätschäden.
Was kann der Arzt beim Hausbesuch bei Zeckenbiss tun?
Ein Privatarzt entfernt eine noch sitzende Zecke fachgerecht, desinfiziert die Einstichstelle, beurteilt die Haut auf ein beginnendes Erythema migrans, führt eine Anamnese zum Zeckenkontakt und klärt zum Infektionsrisiko auf. Bei Verdacht auf eine Borreliose stellt er ein Privatrezept für eine antibiotische Therapie (meist Doxycyclin oder Amoxicillin) aus und veranlasst gegebenenfalls serologische Untersuchungen über ein Labor.
Sollte ich nach einem Zeckenbiss vorbeugend Antibiotika nehmen?
Nein, das wird in Deutschland nicht empfohlen. Die Wahrscheinlichkeit einer Borreliose-Übertragung liegt auch in Risikogebieten nur bei 1 bis 5 Prozent pro Biss — eine prophylaktische Antibiotikagabe für jeden Zeckenbiss würde unnötig viele Menschen behandeln. Stattdessen gilt: Zeckenbiss beobachten, Einstichstelle 4 Wochen im Auge behalten, bei Erythema migrans oder Allgemeinsymptomen zum Arzt.
Muss nach jedem Zeckenbiss gegen FSME geimpft werden?
Eine nachträgliche FSME-Impfung nach einem Biss schützt nicht, weil der Impfschutz erst nach 2 bis 3 Wochen aufgebaut wird. Entscheidend ist die rechtzeitige Grundimmunisierung vor der Zeckensaison. Wer im FSME-Risikogebiet Bayern lebt oder sich dort aufhält und noch keinen Impfschutz hat, sollte mit dem Hausarzt oder Reisemediziner über eine Grundimmunisierung sprechen.
Arzt Hausbesuch in Ihrem Stadtteil
DoktorAkut kommt bei Zeckenbiss-Fragen zu Ihnen nach Hause — in ganz München:
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei neurologischen Zeichen nach einem Zeckenstich (Lähmungen, starke Kopfschmerzen, Fieber mit Nackensteifigkeit, Bewusstseinsstörungen) sofort die 112 rufen oder die Notaufnahme aufsuchen. Die FSME-Impfung bleibt wichtigste Prävention in den Risikogebieten Bayerns.
Redaktion: DoktorAkut. Zuletzt aktualisiert: April 2026.
Quellen: Robert Koch-Institut (RKI) — FSME-Risikogebiete 2024/2025, RKI-Ratgeber Lyme-Borreliose, AWMF S3-Leitlinie „Kutane Lyme-Borreliose" (013-044), AWMF S3-Leitlinie „Neuroborreliose" (030-071), STIKO-Empfehlungen zur FSME-Impfung, Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL).
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