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Über die Hälfte aller Menschen über 30 Jahre hat Hämorrhoidalleiden — dennoch scheuen viele aus Scham den Arztbesuch. Das ist ein Fehler aus zwei Gründen: Erstens lassen sich die meisten Beschwerden frühzeitig gut und schonend behandeln. Zweitens können Symptome wie Blut im Stuhl auch auf ernsthaftere Erkrankungen (Analfissur, Analvenenthrombose, Darmpolypen, seltener Darmkrebs) hinweisen, die nur durch eine ärztliche Untersuchung zuverlässig ausgeschlossen werden können.
In München gibt es gute proktologische Schwerpunktpraxen und Kliniken, doch die Wartezeiten sind oft lang, und der Gang in eine fremde Praxis fällt vielen schwer. Für eine erste, diskrete Einschätzung und konservative Behandlung ist ein privatärztlicher Hausbesuch eine unkomplizierte Alternative — die körperliche Untersuchung ist kurz und wird im vertrauten Umfeld weniger belastend erlebt.
Dieser Ratgeber erklärt, wie Sie die Beschwerden einordnen, wann ärztliche Hilfe sinnvoll ist, was der Arzt beim Hausbesuch tun kann und wann ein Eingriff durch einen Proktologen oder Chirurgen notwendig wird. Er orientiert sich an der aktuellen S3-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Koloproktologie.
Typische Beschwerden und Stadieneinteilung
Häufige Symptome
Hellrotes Blut auf Toilettenpapier, am Stuhl oder im Toilettenbecken — in der Regel schmerzlos
Nässen, Jucken, Brennen am After
Fremdkörpergefühl oder Druck im Analbereich
Unvollständiges Entleerungsgefühl
Bei Prolaps: tastbare weiche Schwellung am Anus nach dem Stuhlgang
Bei Analvenenthrombose (unterscheidet sich von Hämorrhoiden): plötzlich aufgetretene, stark schmerzhafte bläulich-livide Knötchen am Analrand
Die 4 Stadien nach Goligher
Stadium I — Hämorrhoiden nur proktoskopisch sichtbar, meist mit Blutung als einzigem Symptom. Konservative Therapie und Sklerosierung.
Stadium II — Prolabieren beim Pressen, spontane Reposition. Gummibandligatur oft ausreichend.
Stadium III — Prolaps auch bei normaler Belastung, nur manuelle Reposition möglich. Oft operative Verfahren wie HAL/RAR oder Stapler-OP.
Stadium IV — Dauerhafter Prolaps, Reposition nicht mehr möglich. Operative Hämorrhoidektomie (Milligan-Morgan, Ferguson).
Rasch ärztliche Hilfe holen bei:
Grossen Blutmengen im Stuhl oder anhaltender Blutung über mehrere Tage
Schwarzer, klebriger Stuhl (Teerstuhl — Zeichen einer oberen Blutung, Notfall!)
Starkem neu aufgetretenem Analschmerz (Analvenenthrombose, Abszess)
Fieber, Schüttelfrost und Schwellung am Anus (Abszess-Verdacht)
Vollständige Proktoskopie und Rektoskopie zur Stadienbestimmung
Sklerosierung, Gummibandligatur
Operative Verfahren bei Stadium III/IV
Darmspiegelung bei Blut im Stuhl über 50 Jahren oder bei familiärer Vorbelastung
Was der Arzt beim Hausbesuch tun kann
Ein privatärztlicher Hausbesuch eignet sich hervorragend für die erste Einschätzung, weil der Zeitdruck geringer ist als in einer Notaufnahme und die Untersuchung im gewohnten Umfeld für viele Patienten angenehmer ist. Folgende Leistungen sind möglich:
Empfehlung zur Stuhlgangshygiene (lauwarme Sitzbäder, Analhygiene mit Wasser statt Toilettenpapier)
Ausstellung einer Privatüberweisung an einen spezialisierten Proktologen in München bei Stadium II oder höher
Befundbericht mit klarer Empfehlung
Nicht möglich beim Hausbesuch: Proktoskopie/Rektoskopie, Koloskopie, Gummibandligatur, Sklerosierung, operative Eingriffe — diese bleiben dem Proktologen oder der Klinik vorbehalten. Bei einer akuten Analvenenthrombose innerhalb der ersten 48 Stunden kann in seltenen Fällen eine ambulante Stichinzision durch einen Chirurgen sinnvoll sein; der Hausbesuchsarzt veranlasst die kurzfristige Überweisung.
Ausreichend trinken (1,5–2 Liter Wasser oder ungesüssten Tee am Tag)
Stuhlgang nicht unterdrücken, nicht pressen — Fussbank kann die Sitzhaltung verbessern
Lauwarme Sitzbäder (10 Minuten, 1–2 × täglich) mit Kamillen- oder Eichenrindenextrakt
Analhygiene mit Wasser statt mit trockenem Toilettenpapier — feuchtes, parfümfreies Tuch oder Bidet
Körperliche Bewegung fördert die Darmfunktion und venöse Rückströmung — lange Spaziergänge durch den Englischen Garten oder an der Isar sind ideal
Langes Sitzen auf harten Unterlagen meiden, häufige Positionswechsel
Ohne ärztliche Rücksprache maximal 5 Tage kortikoidhaltige Salben — längere Anwendung kann die Haut schädigen
Kühlpads können bei Analvenenthrombose die Schmerzen lindern (nicht direkt auf Haut)
Alkohol und scharfe Speisen können Beschwerden verstärken — in der akuten Phase meiden
Warum ein Hausbesuch — und warum manchmal nicht?
Hämorrhoidalbeschwerden sind ein typischer Fall, bei dem ein privatärztlicher Hausbesuch eine niederschwellige und schnelle Option sein kann:
Diskretion: Die Untersuchung findet ohne Wartezimmer und ohne anschliessendes Toilettengespräch mit Nachbarn im Aufzug der Facharztpraxis statt.
Schnelle Einordnung: Der Arzt erkennt in 10 Minuten Untersuchung, ob es sich um harmlose Hämorrhoiden im Stadium I handelt oder ob eine weitergehende Diagnostik nötig ist.
Erste symptomatische Linderung: Salben, Sitzbäder, Stuhlregulation — alles kann direkt verordnet werden.
Überweisung ohne Umwege: Der Arzt kennt die Münchner Proktologen und kann eine passende Praxis mit überschaubarer Wartezeit empfehlen.
Für ältere Patienten: Hämorrhoidalbeschwerden treten ab dem 50. Lebensjahr besonders häufig auf. Wer in der eigenen Wohnung bleiben möchte, statt eine fremde Praxis aufzusuchen, findet im Senioren-Arzt-Hausbesuch in München eine diskrete und mobile Versorgungsform — auf Wunsch zusammen mit Pflegekräften oder Angehörigen.
Nicht sinnvoll ist der Hausbesuch bei starkem akutem Bluten mit Kreislaufschwäche (sofort 112 oder Notaufnahme), bei klar erkennbar operativem Stadium IV (direkt Proktologie/Chirurgie) oder wenn eine Darmspiegelung zur Tumorabklärung ansteht — dafür braucht es die ambulante oder stationäre Koloskopie in einer Münchner Praxis oder Klinik. Eine Teleklinik oder Videosprechstunde ist bei Analerkrankungen kaum hilfreich: Die digital-rektale Untersuchung und die Inspektion sind der entscheidende diagnostische Schritt und lassen sich nicht ersetzen.
Häufig gestellte Fragen
Woran erkenne ich Hämorrhoiden?
Typische Zeichen sind hellrotes Blut auf dem Toilettenpapier oder Stuhl, Juckreiz und Nässen im Analbereich, Fremdkörpergefühl, schmerzhafte Knoten am After (besonders bei Thrombose) und unvollständige Entleerungsgefühle. Ab Stadium II können die Hämorrhoidalpolster beim Pressen sichtbar aus dem Anus austreten und ziehen sich je nach Stadium spontan oder nur manuell zurück.
Wann sollte ich mit Hämorrhoiden zum Arzt?
Immer dann, wenn Sie Blut im Stuhl sehen — Hämorrhoiden sind die häufigste, aber nicht die einzige Ursache. Zur Abklärung auch von Darmkrebs oder Analfissur ist eine ärztliche Untersuchung wichtig. Weitere Gründe: starke Schmerzen, schwarzer Blutstuhl (Teerstuhl), Fieber, ungewollte Gewichtsabnahme, neu aufgetretene Stuhlgangveränderung nach dem 40. Lebensjahr oder Anämiezeichen.
Was kann der Arzt beim Hausbesuch bei Hämorrhoiden tun?
Ein Privatarzt inspiziert und palpiert den Analbereich (digital-rektale Untersuchung), beurteilt Stadium und Begleitbefunde (Thrombose, Fissur, Ekzem), stellt Privatrezepte für Salben (Lidocain-haltig, steroidhaltig) und Sitzbäder aus und gibt eine fundierte Überweisung an einen Münchner Proktologen. Bei akut thrombosierter Analvenenthrombose kann in den ersten 48 Stunden eine ambulante Stichinzision erwogen werden.
Muss ich mit Hämorrhoiden operiert werden?
In den meisten Fällen nicht. Stadium I und II lassen sich konservativ behandeln (Ernährung, Hygiene, Salben). Bei Stadium II–III helfen minimalinvasive Verfahren wie Sklerosierung oder Gummibandligatur. Nur bei Stadium III/IV mit erheblichen Beschwerden oder Komplikationen wird eine Operation (Hämorrhoidektomie, Stapler-OP, HAL/RAR) nötig. Die Entscheidung trifft ein Proktologe nach vollständiger Untersuchung.
Was kostet ein Hausbesuch bei Hämorrhoiden-Beschwerden?
Die Abrechnung erfolgt nach GOÄ, ab 180 € je nach Tageszeit, Wochentag und Leistung. PKV und Beihilfe erstatten den Hausbesuch häufig, je nach Tarif; für Selbstzahler ist eine private Rechnung nach GOÄ die Regel.
Welche Proktologen gibt es in München?
München hat eine Reihe spezialisierter proktologischer Praxen und Kliniken — an Universitätskliniken und in mehreren niedergelassenen Schwerpunktpraxen in der Innenstadt, in Bogenhausen und in Schwabing. Der Hausbesuchsarzt stellt bei Bedarf einen Privatüberweisungsschein aus und gibt eine Empfehlung nach Symptomatik.
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Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Blut im Stuhl gehört grundsätzlich ärztlich abgeklärt — auch um ernsthafte Erkrankungen auszuschliessen. Eine endgültige Diagnose und Stadienbestimmung erfolgt durch den Proktologen mittels Proktoskopie und ggf. Koloskopie.
Redaktion: DoktorAkut. Zuletzt aktualisiert: April 2026.
Quellen: S3-Leitlinie „Hämorrhoidalleiden" der Deutschen Gesellschaft für Koloproktologie (AWMF 081-007, 2019), DEGAM-Praxisempfehlung „Unterbauchschmerz", Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).
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